In der kargen Natur ihrer ursprünglichen Heimat dürfen Hamster beim Hamsterfutter nicht wählerisch sein: Auf ihren nächtlichen Streifzügen nehmen sie das, was sie an Gras- und Pflanzensamen finden oder ihnen an Insekten und anderen kleinen Tierchen über den Weg läuft. Frisches Grün von Kräutern, Gräsern und anderen Wildpflanzen sind eine eher seltene Delikatesse.
▶ Hamster sind also zwangsläufig Allesfresser.
Idealerweise sollte sich das Hamsterfutter daher aus den folgenden Bestandteilen zusammensetzen:
Trockenfutter (Hauptfutter) |
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Gemüse (kleine Mengen) |
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Etwas Obst (sehr kleine Mengen) |
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Gräser und Kräuter (täglich anbieten) |
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Eiweisfutter (alle 2-3 Tage) |
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Basis Hamsterfutter – Das Trockenfutter
Die Basis für das tägliche Hamsterfutter bildet immer eine Körnermischung.
Im Trockenfutter sind meist diese Bestandteile enthalten:
- Gräsersamen
- Getreidesamen
- Maiskörnern
- Haferflocken
- Kolbenhirse
- Buchweizen
Wie viel Trockenfutter bekommt der Hamster?
Das ist von Hamsterart zu Hamsterart verschieden. Höchstens jedoch ein Esslöffel pro Goldhamster und Streifenhamster und ein Teelöffel pro Zwerghamster – das reicht für einen Tag.
Was sollte im Trockenfutter nicht enthalten sein?
Die Hamsterfutter-Mischung sollte möglichst fettarm sein und daher nur wenig oder gar keine Nüsse enthalten.
Unsere Trockenfutter Empfehlungen
Obst für den Hamster
Obst wird von den Hamstern in der Regel sehr gerne gefressen, was nicht zuletzt mit dem erhöhten Anteil an Fruchtzucker zu tun hat. Aus diesem Grund soll man Obst immer nur in kleinen Portionen anbieten.
Diese Obstsorten eignen sich als Hamsterfutter
- Apfelstückchen
- Bananen (nur sehr kleine Mengen)
- Erdbeeren
- Himbeeren
- Blaubeeren
- Weintrauben (nur sehr kleine Mengen)
- …
Hinweis
Gerade Zwerghamster reagieren recht empfindlich auf größere Mengen an Zucker. Daher sollte man dem Zwerghamster nicht täglich Obst anbieten und immer sehr kleine Portionen geben.Obstsorten, die Sie nicht füttern dürfen
- Ananas
- Apfelsinen, Mandarinen und andere Zitrusfrüchte
- Aprikosen., Pfirsiche, Paraguayos, Nektarien
Dieses Obst enthält zu viel Fruchtsäure oder Zucker.
Gemüse als Hamsterfutter
Pflanzliche Nahrung ist reich an Fasern und enthält viele Ballaststoffe. Die fördern die Verdauung und beugen Verstopfung vor.
Dieses Gemüse dürfen Sie dem Hamster geben
- Gurken (Salatgurken)
- Karotten (aber ohne das Grünzeug, das ist giftig für Hamster!)
- Kartoffeln (aber nur gekocht und ohne grüne Keime, rohe Kartoffeln sind giftig!)
- Kürbis
- Petersilienwurzel
- Rote Bete
- Salat: Feldsalat, Eisbergsalat, Endivien-Salat, Kopfsalat
- Schwarzwurzel
- Sellerie
- Sojasprossen
- Zucchini
- …
Gemüse sparsam füttern
Fürs tägliche Gemüse gilt: Lieber wenig als zu viel. Geben Sie dem Hamster täglich nur einmal und nur in sehr geringen Mengen Gemüse.Übriges Futter entfernen
Übrig gebliebenes Futter täglich aus dem Käfig entfernen, nicht vertrocknen, verwelken oder gar verfaulen lassen!Gemüse, welches der Hamster nicht verträgt:
- Gemüse, welches bläht, dürfen Sie dem Hamster nicht geben, also keine Zwiebeln, keinen Lauch und auch keinen Kohl.
- Bohnen
- Rhabarber
- rohe Kartoffeln
- Sauerampfer
- Spinat
Wildkräuter und Wildfrüchte als Hamsterfutter
Wildkräuter können dem Hamster frisch oder auch in getrockneter Form angeboten werden.
Folgende frischen Wildkräuter können Sie selbst sammeln und den Hamster damit füttern:
- Breit- und Spitz-Wegerich
- Brennnesseln
- Brunnenkresse
- Gänseblümchen
- Hagebutten von Wildrosen
- Hirtentäschel
- Kleesorten
- Löwenzahn – aber nur sparsam, die Blätter enthalten Zucker. Auch von Erdresten gesäuberte Löwenzahnwurzeln können verfüttert werden.
- Luzerne
- Melisse
- Süßgräser
- Vogelmiere
Unsere Empfehlung
Sammeln Sie aber nur Wildkräuter, die Sie auch wirklich gut kennen. Sonst besteht Gefahr, dass Sie sie mit Giftpflanzen verwechseln!Sie sollten nur so viele Kräuter sammeln, wie der Hamster in wenigen Tagen fressen kann. Denn frische Kräuter können nicht lange gelagert werden, es sei denn Sie frieren sie ein.
Beim Sammeln müssen Sie darauf achten, dass die Kräuter:
- nicht nass sind
- frisch und einwandfrei aussehen, vergilbte oder verwelkte Kräuter lass stehen
- nicht am Straßenrand sammeln
- nur Kräuter sammeln, die Sie gut kennen
- in Naturschutzgebieten dürfen Sie nicht sammeln
- nicht in Nachbarschaft von viel befahrenen Straßen, in der Nähe von Hunde- und Katzenkot und auch nicht auf gespritzten oder frisch gedüngten Äckern, Feldern und Wiesen sammeln.
Unsere Tipps:
- Habt Ihr einen Garten? Dann können Sie auch Kräuter und Salat selbst aussäen. So haben Sie immer frisches, unbelastetes Frischfutter für den Hamster zur Hand. Für viele Kräuter reicht schon ein Balkonkasten als Platz.
- Zarte Keimlinge fressen Hamster besonders gern. Das soll auch Diabetes vorbeugen.
- Bevor Sie Körner aus der Trockenfuttermischung aussähen, mach einen Keimtest: Sähen Sie ungefähr 100 der Samenkörner zur Probe auf feuchtem Küchenpapier aus. Gehen weniger als die Hälfte dieser Samenkörner auf, dann ist die Futtermischung zu alt oder falsch gelagert. Dann sollten Sie die Trockenfuttermischung dem Händler zurückgeben und um Umtausch bitten!
- War der Keimtest erfolgreich und sind mehr als die Hälfte der Samen gekeimt, dann füllen Sie eine Schale mit sauberer, ungedüngter Aussaaterde. Diese stellen Sie für mindestens 30 min bei etwa 100 °C in den Backofen, das tötet alle Bakterien und Pilzsporen im Boden sicher ab. Dann lassen Sie die Schale und Aussaaterde abkühlen und sähen einige Samen aus der Trockenfuttermischung aus. Sind nach einigen Tagen die Keimlinge schon ein paar Zentimeter hoch gewachsen, dann stellen Sie die Schale einfach in den Hamsterkäfig. Es wird dem Hamster großen Spaß machen, die knackig frischen Kräuter aus seinem „eigenen Kräutergärtchen“ selbst zu ernten.
Sehr gern frisst der Hamster auch frisches oder getrocknetes Wiesenheu, auch Katzengras.
Unsere Kräuter-Empfehlungen
Eiweißfutter: Tierische Nahrung
Hamster sind aber keine reinen Vegetarier. Auch tierisches Eiweiß gehört zur Grundnahrung des Hamsters, deshalb
- hin und wieder einen Mehlwurm oder
- eine kleine Grille, eine Heuschrecke oder ein Heimchen anbieten,
dann wird der Hamster richtig lebendig und sein Jagdinstinkt erwacht.
Falls Sie keine lebende Tiere füttern wollen:
- Der Hamster nimmt aber auch getrocknete Tierchen an, oder etwas Garnelenfleisch.
- Fettarmer Natur-Joghurt und Magerquark sind eine gern genommene Leckereien und können den Bedarf an tierischem Eiweiß decken.
- Katzenfutter vom Rind oder Huhn, aber nicht mit Fisch
- und speziell für Zwerghamster: Fertigfuttermischung für Beo-Vögel. Denn die enthält neben Samenkörnern und Fruchtstückchen auch kleine, getrocknete Insekten.
- Hundekuchen, welches auch etwas Fleisch enthält, ist ein guter Ersatz für tierisches Lebendfutter. Hundekuchen hat den Vorteil, dass Sie ihn lange lagern können, ohne dass er verdirbt. Geben Sie den Hundekuchen in kleinen Brocken dem Hamster.